„Natürlich interkulturelle Aktionstage auf der Streuobstwiese“

 

Pflege- und Naturschutzmaßnahmen mit geflüchteten Menschen: naturnah sensibilisieren- informieren –agieren!

 

Die Ausgangslage

Unser erstes Plenum Projekt „Natürlich Interkulturell“ befasste sich mit der Qualifizierung von Flüchtlingen im Bereich Naturschutz und Streuobstbau (Fachwarte und Streuobstpädagoge wurden ausgebildet, diverse Lehrgänge absolviert). Die Resonanz war sowohl bei der Zielgruppe, bei den freiwillig Engagierten wie auch bei dem gesamten Netzwerk positiv; Rückfragen kamen aus ganz Baden-Württemberg mit der Bitte um Auskunft zu Planung und Durchführung (vgl. „Natürlich bunt“ – gute Beispiele interkultureller Naturschutzpraxis, in der Ausgabe April 2015 wurde unser Projekt vorgestellt, S.6-7 „Qualifizierung von Flüchtlingen für die Streuobstpflege“). Nun möchten wir mit „Natürlich interkulturelle Aktionstage auf der Streuobstwiese“ eine breitere Basis ansprechen, d.h. mehreren geflüchteten Menschen die Möglichkeit bieten Natur zu erleben und mitzugestalten (Umweltbildungsbereich). Die Vernetzung und Begegnung mit den regionalen Akteuren und die Einbindung in den Prozess der Kulturlandschaftsentwicklung sind Schwerpunkt des Projektes.

 

Unsere Ziele

Durch die Aktionstage auf der Streuobstwiese über das ganze Jahr können geflüchtete Menschen für die Pflege und Nutzung der Streuobstwiese sensibilisiert, informiert werden und aktiv mitarbeiten. Interkulturelle Begegnungen werden geschaffen, zu einem Thema, das uns alle verbindet. Lernen von und miteinander entsteht, da unsere Zielgruppe auch Kenntnisse und Erfahrungen aus der Heimat mitbringt. Menschen mit Fluchthintergrund sollen in den Prozess der Kulturlandschaftsentwicklung aktiv mit einbezogen werden, die Landschaft soll für alle erlebbar gemacht werden, um so am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben, um u.a. Fähigkeiten zu fördern als einen ersten Schritt auf dem Weg in den Arbeitsmarkt. Der Jahreszeit entsprechen finden Aktionstage auf der Streuobstwiese statt.

 

Zielgruppe

Dieses Angebot soll sich vorrangig an geflüchtete Menschen richten, die bereits über Deutschkenntnisse verfügen und sich gerne in der Natur betätigen. Freiwillig Engagierte sind willkommen, teilzunehmen.

 

Projektdurchführung

Es werden der Jahreszeit entsprechend auf der Streuobstwiese, im Rahmen einzelner Aktionstage, Kenntnisse vermittelt und angewandt. Der Winter- und Sommerschnitt, Habitatschnitt, Baumpflanzung, Maat, Sortenbestimmung, Ernte und Verwertung. Die Aktionstage finden auf der bereits gepachteten Streuobstwiese in Mössingen, Gemarkung Belsen statt, welche einen Baumbestand von 30 Apfel- Birnen und Pflaumenbäume hat. Die Teilnehmer werden über die Aktionstage informiert (in den Gemeinschafts- und Anschlussunterkünften), die Gruppe fährt gemeinsam zur Baumwiese. Neben den geflüchteten Menschen werden freiwillig Engagierte teilnehmen, aus dem Netzwerk der ersten Projektlaufzeit, neue werden angeworben.

 

Die Mitarbeiter des Asylzentrums übernehmen die Planung, Koordination und Durchführung.